MotoGP Sachsenring - Boxenstopp

Tschüss Niveau. Bis Montag!

 

 

Wer denkt, am Sachsenring sei nach der letzten Qualifikation Feierabend, der liegt sowas von falsch. Erst ging's (sportlich mit dem Taxi) zurück nach Limbach um die Arbeit zu erledigen. Noch kurz hinlegen, duschen, und dann hiess es: Koffer packen. Jep, denn dank Kevin hatte ich für die letzte Nacht ein um Einiges besseres Schlafplätzchen gefunden. Ich durfte die Nacht in seinem und Hausi's Camper verbringen, der direkt unterhalb der Strecke platziert war. Am selben Ort, wie auch der Rest des Aegerter-Clans hauste.

...wenn ich denn überhaupt zum Schlafen gekommen wäre. Jeder, der den Ankerberg einmal live erlebt hat weiss, wovon ich rede. Für diejenigen, die's nicht wissen: viele gestörte Leute, gute Musik, nicht zu wenige Konzertbühnen und ein verschwindend niedriges Niveau führten dazu, dass wir unvergesslich viel Spass hatten. Nicht umsonst lautet das Motto der Ankerberg-Füchse "tschüss Niveau, bis Montag". 

Auch das gehört zum Sachsenring-Weekend dazu, wenn auch nicht direkt zum Motorsport. Trotzdem: erlebt haben muss man das einfach mal.

Wir waren schliesslich um 4.30 Uhr morgens wieder zurück beim Camper, und als ich als Antwort auf meine Frage "ist es immernoch oder wieder hell?" nur fragende Blicke erntete, war wohl klar, dass unsere Mütze Schlaf nicht mehr allzu gross ausfallen würde. Vor allem deshalb nicht, weil wir Genies ja gewettet haben, dass wir es schaffen, um 07.30 joggen zu gehen. Wettschulden sind schliesslich Ehrenschulden, und tatsächlich waren Alain und ich um kurz vor 8, nach knapp zwei Stunden Halbschlaf schon wieder joggend auf den Beinen. Auch wenn's Überwindung gekostet hat, glaubt mir: das ist besser als ein Konterbier.;-)

 

Kurz duschen, Frühstücken (was ja wirklich ein Luxus war, danke Hausi!😉) und los zur Strecke. Schliesslich warteten die zwei Jungs noch auf ihre Tickets, die ich am Tag zuvor noch besorgt hatte. Ich überreichte ihnen ihr Zutritt zum Glück, erklärte ihnen kurz das Gelände und wollte auch schon wieder zurück ins Paddock. Oh. Echt jetzt? Da lief ich doch glatt einem Freund aus meiner Diebetormtöibeler-Zeit in die Arme. Wir blickten uns beide erstmal eine gefühlte Ewigkeit an - da muss man doch tatsächlich 800km fahren, um sich nach Jahren per Zufall wiedermal über den Weg zu laufen. Wozu MotoGP nicht alles gut ist. 

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