Leidenschaft. Teamwork. Disziplin und das Leben seiner Träume. Das alles – und noch viel mehr – verkörpert der Motorsport. Aussenstehende, Leute, denen der Sport fremd ist, sehen das leider oft nicht. Mit Berichten, Artikeln und kurzen Reportagen über meine Erfahrungen mit dem Motorsport möchte ich euch die Faszination dieser Welt näher bringen. Warum mir das am Herzen liegt, wie ich den Weg zum Motorsport gefunden habe?
Meine Anfänge, kurz erzählt: 

Aller Anfang ist  ... Motorradsport

Jedenfalls bei mir. Und Schuld daran ist eigentlich Tom Lüthi. Denn die ersten Rennen haben mich gefesselt, als er seine ersten Erfolge einfuhr. Mein Vater liess die Rennen am TV laufen und ich verfolgte mit 10 Jahren gespannt, wie Lüthi seinen WM-Titel holte. 


Noch heute ist mir der Moment präsent, als er über die Ziellinie fuhr und wir in Gejubel ausbrachen. Es war wohl der Moment, dem ich meinen jetzigen Weg zu verdanken habe.

Mein Interesse für die MotoGP blieben lange beim Fanen und Supporten. Bis ich dieses Schauspiel einmal live verfolgen wollte - und merkte, dass das in der Schweiz gar nicht mal so einfach ist. 

 

Als die Maturaarbeit vor der Tür stand, schrieb ich diese zum Thema Rundstreckenrennverbot. "Diskriminierung einer Minderheit in der Schweiz" war der Titel.

 

 

'Begeisterung geht anders' war die Reaktion. diesen Satz musste ich mir nicht nur einmal verkneifen, als ich mit Lehrern und Experten von meiner Schule über dieses Thema redete. Aber ich liess mich nicht beirren, stellte die Maturaarbeit fertig und erreichte mit dieser unerwartet viele Menschen.

 

Noch jetzt bin ich oft 'die, die damals die Maturaarbeit zum Rundstreckenrennverbot geschrieben hat'. Mein Engagement soll aber weiter gehen. Ich möchte mich nicht mit dem Aufsehen zufrieden geben, die meine Arbeit erregt hat. Denn es hat mir gezeigt, dass es mehr als an der Zeit, den Motorsport endlich auch in der Schweiz wieder ins richtige Licht zu rücken - und genau das möchte ich mit meiner Plattform erreichen. 


Offen sein für Neues

Entscheidungen sind immer anstrengend. Dieses ständige Abwiegen, was jetzt wohl besser ist. Nun, ich habe schon lange genug davon und wenns irgendwie geht stelle ich mir als erstes mal die Frage: warum eigentlich nicht beides?

Genau so beim Motorsport. Motorradsport hat mich zu dieser Leidenschaft gebracht. Lange habe ich mich darauf fixiert; MotoGP war das Einzige für mich. Alles andere interessierte mich eher mässig. Warum? Weil es fremd war.

 

Haben wir nicht alle Mühe damit, uns auf Neues einzulassen? In einer Szene neu zu sein und zugeben zu müssen, keine Ahnung davon zu haben? Da geht man dem doch lieber aus dem Weg, anstatt sich zu überwinden und sich aufs Neue einzulassen. Nur geht man so leider nicht nur der Überwindung aus dem Weg, sondern auch der Faszination, die man mit einem kleinen Bisschen Mut erlangen könnte.

 

Lange Rede, motoriger Sinn: Ich wagte mich mit dem Besuch am Slalom Frauenfeld also erstmals an ein Autosport-Event. Danke an dieser Stelle an Yves und Dominic Moret, die ja mehr oder weniger Schlud dran sind, dass ich auch die Freude am Autosport entdeckt habe.;-)

Aller Anfang ist schwer, und auch ich war noch nicht so ganz mitgerissen vom Autofieber. Was auch verständlich ist, hatte ich doch so gar keine Ahnung von Autos. 

 

Bald schon startete ich aber den zweiten Versuch und fuhr ans Bergrennen Hemberg. Die Stimmung und Rennatmosphäre am Bergrennen war schon eher wieder was für mich. Ich heftete mich mehr oder weniger an die Fersen eines Rennteams, um mir wenigstens ein Bisschen was über die ganze Autogeschichte erklären zu lassen. Und endlich wurde es spannend. Keiner scheute sich, mir alles zu erklären und ich fand echt Spass daran. 

Einmal 'Blut geleckt', will man natürlich mehr.  Dominic Moret nahm mich mit nach Chenevières (Trackday by smotors.ch), wo ich mit ihm in seinem BMW E30 einige Runden drehen und mich auch bei Nick Aebischer als Beifahrerin bewähren durfte.

Spätestens da hatte mich das Motorsportfieber definitiv gepackt - egal ob zwei oder vier Räder. 

 

Wohin mich diese Erfahrungen gebracht haben?
Mehr zu meinen jetzigen Engagement findet ihr hier